Kunstkaten Ahrenshoop
Strandweg 1
D 18347 Ostseebad Ahrenshoop
Tel.: 00 49 38 220/80 308
Fax: 00 49 38 220/80 307
ahrenshoop@kunstkaten.de
Pressemitteilung
Ahrenshoop, September 2007
Sonderausstellung im Kunstkaten Ahrenshoop 14.10.2007 – 06.01.2008
Domburg – Nidden/ Nida – Ahrenshoop
„Farbe und Sonne!“ Niederlande – Litauen – Deutschland
Künstlerkolonien am Meer – Malerei (mit ausstellungsbegleitendem Katalog)
Vorbesichtigung/ Preview
Samstag, 13. Oktober 2007
18.00 Uhr
Konzert zum Empfang und zur Vorbesichtigung
mit Aukse Marija Petroni (Sopran) und Corina Golomoz (Bratsche)
19.00 Uhr
Empfang für Verein Europäischer Künstlerkolonien EURO-ART und geladene Gäste
Begrüßung: Hans Götze, Bürgermeister Ahrenshoop
Ausstellungseröffnung
Sonntag, 14. Oktober 2007, um 11.00 Uhr
Begrüßung: Sabine Jastram-Porsche, Leiterin Kunstkaten Ahrenshoop
und Wiebke Fuhrmann, Assistentin im Kulturmanagement (englische Übersetzungen)
Zur Eröffnung spricht die Kunsthistorikerin Francisca van Vloten,
Marie Tak van Poortvliet Museum Domburg
Öffnungszeiten vom 14.10.07 bis 06.01.08
täglich 10-13, 14-17 Uhr, ab 1.11.2007 Di-So 10-13, 14-16
24.12. geschlossen
25./26.12. und 31.12.2007 sowie 1.1.2008 13-16 Uhr geöffnet
In Domburg, Ahrenshoop und Nidden/ Nida entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts an den Küsten der Nord- und Ostsee drei Künstlerkolonien, deren kulturhistorische Bedeutung weit über die niederländisch, deutsche und litauische Grenze hinausweist. Inspiriert durch ihre Landschaften, Menschen und das intellektuell-kreative Milieu der dort versammelten Künstler entstanden bedeutende Kunstwerke, die wichtige Impulse für Neuerungen in der Malerei lieferten: in Domburg für den holländischen Luminismus, in Nidden und Ahrenshoop für den deutschen Expressionismus.
Jede Kolonie vollzog dabei ihren ganz eigenen Weg von der realistischen zur modernen Kunst. Ähnlich waren allerdings die sie umgebende Natur: Dünen, Abgeschiedenheit, weite Himmel, Meer. Es herrschten besondere Lichtverhältnisse, die diese Landschaften lumineszent und in leuchtenden Farben erscheinen ließen. Der holländische Künstler Jan Toorop schrieb hingerissen nach einem Aufenthalt in Domburg: „Farbe, Farbe, Farbe und Sonne!“
Die Ausstellung möchte die Künstlerkolonien Domburg, Nidden/ Nida und Ahrenshoop erstmals gemeinsam in ihrer spezifischen Entwicklung vorstellen. Mit ihnen verbinden sich so bekannte Namen wie Piet Mondrian, Max Pechstein oder Karl Schmidt-Rottluff. Während die Bilder dieser Künstler weltbekannt sind, blieben die Orte der Inspiration selbst und das sie bedingende künstlerische Milieu weitgehend unbekannt. Die Ausstellung lenkt den Blick deshalb auf zentrale Künstlerpersönlichkeiten der Künstlerkolonien, die mit jeweils ungefähr 15 Bildern vertreten sein werden. Bei den Landschafts- und Porträtbildern der einzelnen Kolonieorte entdeckt man viel Gemeinsames. Anfangs sind die Werke noch geprägt von der Romantik, einer naturalistischen Sichtweise mit sorgfältigen feinen Pinselstrichen. Um die Jahrhundertwende ändert sich der Malstil und nähert sich dem Impressionismus.
Zu den bekannten Motiven werden Bilder ausgewählt, die untereinander im Ausstellungsraum in einen Dialog treten und so die jeweils eigene Entwicklung der Künstlerorte zur Moderne nachvollziehbar machen.
Im Jahr der deutschen EU-Ratspräsidentschaft soll die Ausstellung am Beispiel der drei ländlichen Orte, die für das bedeutende kulturhistorische Phänomen der Künstlerkolonien stehen, in drei Ländern – den Niederlanden, Litauen und abschließend in Deutschland - auf das verbindende europäische Kulturerbe hinweisen.
Zur Zeit ist die Ausstellung
„Kleur en Zon!“ - „Farbe und Sonne!“ - „Colour and Sun!“
bis zum 23. September 2007 im Marie Tak van Poortvliet Museum in Domburg (Niederlande) zu sehen.
Projektansprechpartner:
Sabine Jastram-Porsche, Leiterin Kunstkaten
Wiebke Fuhrmann, Assistentin im Kulturmanagement Kunstkaten
Ansprechpartner für den Ausstellungskatalog:
Francisca van Vloten, Domburg – Redakteurin und Herausgeberin
Tel.: 00 31 65 43 67 534